Anreise

also wenn etwas passiert, dann immer so viel das man aufpassen muß, nicht etwas wesentliches zu vergessen. am mittwoch abend fing alles an:

eigentlich wollte ich mich von tina noch verabschieden, da sie aber erst um 22uhr aus frankfurt wieder kam und ich um 21uhr die sachen gepackt hatte um nach münster zu fahren, wurde daraus nichts. genervt und müde hab ich mich also ins auto gesetzt und bin losgefahren. wie einige wissen ist die strecke gt-münster für mich nicht eine der besten. blitzer, rote ampeln mit blitzer und drängelnde raser sind nur einige der dinge die mich jedesmal belasten und nerven kosten. und da ich ja müde war und irgendwie auch kein bock auf auto fahren hatte, passierte es wie es passieren musste: *blitz* bei 100kmh! naaaa toll! noch genervter und wütend auf mich selber habe ich dann 1h später münster erreicht. 

meine messe begleitung (dieser begleitservice sollte mich 250,-€ kosten, aber dazu morgen mehr) wartete schon mit einer flasche bier und gemachtem bett (das sofa) auf mich. kurz den tagesablauf für donnerstag  und die weckzeit, 5uhr, besprochen habe ich es mir dann auf dem sofa bequem gemacht. fast wäre ich dann auch eingeschlafen wenn herr m. denn auf seine dusche verzichtet hätte. durch die nächtliche ruhestörung und die späte ruhe, es war wohl so halb eins, gabs dann endlich den verdienten schlaf. pünktlich um 5.25uhr gabs dann den erhofften weckruf und die info: jörg, wir (wieso wir?) haben verschlafen. du hast jetzt 2min. zeit für die körperpflege und weitere 5min. zeit die klamotten zu packen damit wir den zug noch bekommen. ich habe schnell meine luftschlangen rausgeholt, einen papphut aufgesetzt und freundlich „stimmung“ gerufen.

wie durch ein wunder geplant sind wir pünktlich am bahnhof angekommen und wie durch ein wunder war die bahn auch pünktlich. wir saßen dann auf unseren plätzen und konnten uns erstmal unsere kleidung und der fehlenden körperhygiene widmen. hemd in die hose, deo vorher aufgelegt und haare gemacht saß ich dann zufrieden das alles geklappt hat und auch ein wenig erschöpft neben herrn m. und wurde zeuge eines grandiosen auftritts von unserer schaffnerin. kurz zu ihrer person: ca. 45-50 jahre alt, sächsin, rot gefärbte haare und einen gang wie stock im arsch und kleiderbügel im anzug.
sie: „die foarkarden bidde „

fahrgast:“hier, bitteschön!“

sie:“woes is does denn? do gri gisch grämfe“

fahrgast:“wieso“

sie:“does is nischts! does is geene foarkarde, does is nischts!“ do gri gisch grämfe“ (bei krämpfe fast sie sich immer wieder an den kopf und dreht sich einmal im kreis)

fahrgast:“aber dort steht doch eine referenznummer und mein name und beim vergleichen der ec karten nr., meinem personalausweis und dieser rechnung ist doch geklärt das ich im besitz einer karte bin!“

sie“ neieeen! does is nischts! do gri gisch grämfe!“

usw. 

ca. 10 „grämfe“ später gabs dann eine einigung und die erste durchsage das wir uns verspäten werden. am ende aller durchsagen und kurz vor frankfurt hatten wir dann ca. 35 min verspätung wegen: computer ausfall in wagen 23-28, einen türdefekt (ließ sich nicht schließen), triebwagen defekt und stellgleis ausfall. die platzreservierung funktionierte ebenfalls nicht. klassisch zug fahren nennt man sowas! angekommen in frankfurt und mit mittlerweile zwei begleitungen im schlepptau ging es direkt zum taxistand. wo ich mich vorne an der schlange angestellt hatte und einer wartenden dame das taxi vor der nase weggeschnappt habe. viele böse blicke und etwas murren stiegen wir unbeirrt ein und konnten unser ziel messe „light&building“ in frankfurt anfahren. später auf der messe wurde mir mitgeteilt das man mich doch schon gesehen hatte, am taxistand! na danke, das war peinlich!

auf der messe selber haben wir dann unser gepäck am stand der fa. trilux abgestellt und sind auf entdeckungs tour gegangen.

morgen dann der messe bericht und deteils zur party!